Odenwald muss seine Chance nutzen- Bundestagsfraktion diskutiert in Erbach

Bundespolitik

Foto: Rolf Wilkes

Der Odenwälder Bundestagsabgeordnete Dr. Jens Zimmermann lud mit seinem Kollegen Bernhard Daldrup am Sonntagnachmittag in das Erbacher Café am Elfenbeinmuseum. Die SPD Bundestagsfraktion
diskutiert regelmäßig zu aktuellen politischen Herausforderungen. Diesmal ging es um die Frage,wie es dem ländlichen Raum gelingen kann dem demographischen Wandel zu begegnen.
Knappe Kassen der Gemeinden, wachsende Städte und fehlender Nachwuchs im Ehrenamt verschärfen die Herausforderungen für den ländlichen Raum. Das Podium in Erbach war mit ausgewiesenen kommunalen Experten besetzt: Bernhard Daldrup, Mitglied des Deutschen Bundestages und kommunalpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, Beate Braner-Möhl, Fachfrau für Generationenhilfe beim Diakonischen Werk Odenwald und Breubergs Bürgermeister Frank Matiaske.
Rund 80 Zuhörerinnen und Zuhörer waren der SPD-Einladung zur Diskussion über das kommunalpolitische Megathema gefolgt.

Matiaske und Zimmermann waren sich einig: „Die Chancen des Odenwalds müssen auch genutzt werden! In den Großstädten des Rhein-Main Gebiets herrscht akuter Wohnungsmangel - im Odenwald ist er noch bezahlbar.“ Jedes Jahr aufs Neue schlafen Studenten in Darmstadt in Notunterkünften, weil nicht genügend Wohnungen vorhanden sind. Andererseits ist man in 36 Minuten ohne Umsteigen von Höchst an der Lichtwiese in Darmstadt. „Von alleine wird kein auswärtiger Student auf die Idee kommen in den Odenwald zu ziehen, aber mit einer gezielten Informationskampagne, niedrigen Preisen und einer schnellen Verbindung haben wir gute Karten!" so Zimmermann.

„Die Zukunft für den Odenwald hängt auch von den Arbeitsperspektiven ab. Wir müssen die Rahmenbedingungen hierfür aktiv beeinflussen. Neue Ideen schaffen neue Arbeitsplätze. Beispielsweise kann ich mir das im Bereich der Burn Out-Prophylaxe oder bezüglich der Vermarktung regionaler Produkte und auch Bioprodukte gut vorstellen. Der Odenwald muss für junge Leute wieder attraktiver, das Betreuungsangebot für Kinder muss den Bedürfnissen junger Mütter und Familien angepasst werden. Freizeitmöglichkeiten spielen für junge Menschen eine wichtige Rolle und natürlich Mobilität“, so Matiaske.

„Fahrdienste und Mitfahrgelegenheiten sind auch aus Sicht der Generationenhilfen sehr begehrt“, ergänzte Braner-Möhl. „Begegnungsorte sind ein wichtiges Thema auch für Seniorinnen und Senioren, davon gibt es zuwenige im Odenwaldkreis.“

 

Bernhard Daldrup wies auf die bereits beschlossenen Entlastungen der Kommunen durch den Bund hin. Hier herrscht Einigkeit, dass bereits ein guter Anfang gemacht wurde, das Ende aber noch lange nicht erreicht ist. Verärgert zeigte sich Jens Zimmermann über die hessische Landesregierung, die zu oft ihre Hände aufhält und Gelder zurückhält, die vom Bund eigentlich für Städte und Gemeinden gedacht sind. Besonders dreist ist die Situation bei rund 38 Millionen Euro, die zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms gedacht sind und von der Landesregierung noch nicht ausgezahlt wurden. „Ich bin als Kommunalpolitiker nach Berlin gegangen, damit es den Städten und Gemeinden finanziell besser geht. Jetzt schicken wir Millionen nach Hessen und nichts kommt an. Da kann ich der Landesregierung nur ein Zitat von Maggy Thatcher zurufen: I want my money back!"

v.l.n.r.: Bernhard Daldrup, Frank Matiaske, Beate Braner-Möhl und Dr. Jens Zimmermann

Textquelle: Büro Zimmermann

(bz)

 

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