SPD Odenwaldkreis kritisiert hessische Lockerung für den Besuch von Pflegeheimen scharf

Landkreis

Der Vorsitzende der SPD im Odenwaldkreis, Rüdiger Holschuh und der Vorsitzende der sozialdemokratischen Kreistagsfraktion, Raoul Giebenhain reagieren mit Entsetzen und scharfer Kritik auf die Ankündigung der schwarz-grünen Landesregierung, das Besuchsverbot für Pflegeheime ab kommender Woche zu lockern. "Offenbar ignoriert man in Wiesbaden einfach, dass im Odenwaldkreis Pflegeeinrichtungen massiv von dem Virus betroffen sind", so Holschuh und Giebenhain, die darauf hinweisen, dass Zweidrittel der an Corona verstorbenen Menschen im Kreisgebiet in Pflegeheimen gelebt haben. Nun aber würden genau diese Menschen, die allesamt Risikogruppen angehören und oft Vorerkrankungen hätten, unabwägbaren Gefahren ausgesetzt.

Besondere Verantwortung sehen die beiden SPD-Kommunalpolitiker aber auch gegenüber dem Pflegepersonal und deren Familien. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeheimen und dem Gesundheitswesen leisten unter hohem persönlichem Engagement eine hervorragende Arbeit. Wir müssen gerade dieser Personengruppe einen besonderen Schutz bieten und ihnen keine weitere Zusatzarbeit, die mit einer Lockerung des Besuchsverbots verbunden ist, auferlegen. Selbst wenn ab kommender Woche die Zahl und die Dauer der Besuche eingeschränkt werden, ist die Entscheidung der Hessischen Landesregierung unverantwortlich", so Holschuh und Giebenhain. "Wir Sozialdemokraten stehen in dieser Situation uneingeschränkt an der Seite unseres Landrats Frank Matiaske, der bereits angekündigt hat, sich gegen die Öffnung der Heime im Odenwaldkreis über eine Allgemeinverfügung zur Wehr zu setzen", erklären die beiden SPD-Spitzen.
Von der schwarz-grünen Landesregierung fordern Holschuh und Giebenhain sich nicht am "Wettbewerb der Lockerungen" zu beteiligen, während sich nach wie vor dutzende Menschen mit dem Virus infizieren oder in den Krankenhäusern und Pflegeheimen sterben.

"Wir verstehen absolut den Wunsch der Familien nach Kontakt zu den Angehörigen, aber klar ist auch: Sämtliche Maßnahmen und Erlasse hatten einen Sinn, nämlich den, die Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Angesichts der hohen Infektionsrate im Odenwaldkreis muss das oberste Gebot nach wie vor der Schutz von Leben und Gesundheit sein", so die beiden SPD-Politiker abschließend.

 
 

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