SPD will stärkste Kraft bleiben

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"Wir wollen wieder die stärkste politische Kraft im Odenwald werden." Mit diesen Worten brachte Oliver Grobeis als Spitzenkandidat der Sozialdemokraten am Samstagvormittag vor 112 Delegierten des SPD-Unterbezirks in der Erbacher Werner-Borchers-Halle das Parteiprogramm zur Kommunalwahl am 27. März 2011 ein. "Es ist in einer Form von Basisdemokratie entstanden", wies er auf die rege Mitarbeit in den beiden Workshops hin, bei denen das Wahlprogramm in Hüttenthal und Steinbach mit Inhalten gefüllt worden war.

Grobeis selbst sah sich von der Delegiertenversammlung mit 104 Stimmen als Spitzenkandidat der Sozialdemokraten bestätigt. Als herausragende Verdienste der SPD im Odenwaldkreis stellte Unterbezirksvorsitzender Detlev Blitz drei Ausbauprojekte heraus: die Odenwaldbahn, das Gesundheitszentrum und die Breitbandversorgung - Belege dafür, "dass wir den Odenwaldkreis zukunftssicher gestalten wollen". Hier sei in der Zeit von Horst Schnur als Landrat viel bewegt worden: "Das Gesundheitszentrum ist geradezu ein Leuchtturm der Region." Ganz oben auf der Agenda der Positionen im Wahlprogramm stehe für die SPD die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Als geradezu hehres Ziel, so Grobeis, nenne das Wahlprogramm deshalb die Forderung, stufenweise die Gebührenfreiheit für Kindergärten einzuführen. Auch den Mittagstisch in den Schulen des Odenwaldkreises und die Schülerfahrkarte bis zum Ende der Oberstufe soll es nach dem Willen der Sozialdemokraten kostenlos geben. Danach streifte der stellvertretende SPD-Unterbezirksparteivorsitzende den Themenkatalog des Wahlprogramms, zu deren Kapitel es jeweils ein eigenes Faltblatt geben wird. Zur Beratung und Verabschiedung des Wahlprogramms laden die Sozialdemokraten für 4. Dezember zu einem weiteren Parteitag ein. Bei der Energieversorgung setzt die SPD laut Grobeis weiterhin auf regenerative Quellen: "Wir werden konsequent am Atomausstieg festhalten." Für den Regionalverkehr versprach er, "dass wir die Mobilität der Bürger in unserem ländlichen Raum sichern werden". Um die Chancen auf mehr Mitbestimmung in der Kommunalpolitik zu vergrößern, werde die SPD sich dafür einsetzen, die Schwellen für Bürgerentscheide zu senken.
"Der Odenwaldkreis soll selbstständig bleiben", forderte Grobeis und appellierte an Land und Bund, die Kommunen finanziell besser auszustatten: "Wir können noch nicht einmal unsere Pflichtaufgaben erfüllen, ohne Schulden zu machen." Unterbezirksvorsitzender Detlev Blitz erteilte dem Streben nach einer sogenannten bürgerlichen Mehrheit eine Absage: "Eine derartige Politik versorgt ihr Klientel und lässt sich von der Energiewirtschaft oder der Pharmaindustrie Gesetze diktieren."
Blitz erläuterte außerdem die Kriterien, die zu einer Kommunalwahlliste mit 60 Kandidaten geführt hatte, darunter 18 Frauen. "Wir Sozialdemokraten werden im Kommunalwahlkampf ordentlich Gas geben - zugunsten unseres Odenwalds als Energie-, Tourismus- und Gesundheitsregion", kündigte Oliver Grobeis abschließend an.

Quelle: Echo-online.de

 
 

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